Die Surgruppe Teisendorf - Entstehung und Geschichte eines Zweckverbandes

Brunnen S IV Straß

Vor der Gründung des Zweckverbandes herrschte in weiten Gebieten unseres heutigen Versorgungsgebietes akuter Wassermangel.

Vereinzelte Anwesen waren ausreichend versorgt, der überwiegende Teil aber litt besonders in regenarmen Jahren unter großem Wassermangel. Besonders hart war das Dürrejahr 1947. Die Trockenzeit dauerte fast ein halbes Jahr, und die bis dahin einigermaßen ausreichenden Quellen und Einzelbrunnen versiegten.

Der Wassernotstand in dieser Zeit wird deutlich, wenn man den Bericht des Schulleiters Sporer über die Wasserverhältnisse an der Volksschule Mehring liest. Wörtlich schreibt hier der Berichterstatter:
"Seit Mai 1947 war der Brunnen meist völlig leer, das notwendigste Trinkwasser musste von Haus zu Haus erbettelt werden. Im Sommer 1947 konnten über vier Monate lang die Schulräume nicht feucht gereinigt werden."

Diese Situation, die wohl nicht einmalig war, führte dazu, dass einige beherzte Männer daran gingen, Abhilfe zu schaffen. Bereits 1949 wurden im Gebiet des Teisenberges Quellen erforscht, gemessen, beobachtet und die Möglichkeiten für eine zentrale Versorgung von Holzhausen und Mehring geprüft. Unermüdliche Antreiber waren der damalige Gastwirt und Molkereibesitzer Alois Seidl, der ehemalige Verbandsvorsitzende Leonhard Zillner und der Riatznbauer von Holzhausen, Johann Thanbichler.

Am 29. Oktober 1953 war es dann soweit, der Startschuss zur Gründung eines Zweckverbandes konnte fallen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war man von der "kleinen Lösung", der Versorgung von Mehring und Holzhausen allein, abgekommen und hatte weitere Gemeinden, die ebenso an akutem Wassermangel litten, für eine Gruppenversorgung gewinnen können.

Bei der Sitzung am 14. November 1953 gehörten bereits die Gemeinden Holzhausen, Ringham, Roßdorf, Rückstetten, Weildorf, Kapell und Petting dem Zweckverband an.

Grossansicht in neuem Fenster: Hochbehälter SurbergbichlAm 9. Januar 1954 wurde die Gemeinde Nirnharting in den Verband aufgenommen und am 11. April 1954 wurde die erste Gebührensatzung erlassen. Die Wassernot war groß, der Verband bemühte sich, möglichst schnell seiner Aufgabe gerecht zu werden und so wurde in der Sitzung am 3. Juni 1954 der Beschluss gefasst, das Baulos 1 zu beginnen, sobald die Finanzierungsmittel sichergestellt sind. Auf der Suche nach einer geeigneten Quelle war man inzwischen fündig geworden. Es stellte sich heraus, dass die Quelle Diesenbach für das Vorhaben des Verbandes bestens geeignet war. Mit dem Eigentümer einigte man sich über eine Ablösesumme von DM 30.000 (€ 15.338,76). Es schien alles in Ordnung zu sein.

Nun aber tauchten die ersten Schwierigkeiten auf, die im Verlauf der Entwicklung des Verbandes immer wieder auf diesen zugekommen sind.

Es gab Schwierigkeiten mit dem Erwerb der Quelle Diesenbach und man musste das erste Zwangsenteignungsverfahren einleiten. Nach langem Hin und Her kam es aber zu einer Einigung. Den Bauarbeiten stand nun nichts mehr im Wege. Bereits am 7. Oktober wurde die erste Haushaltssatzung erlassen, die im ordentlichen Haushalt Einnahmen und Ausgaben von DM "Null" vorsah, in der aber im außerordentlichen Haushalt für Bauausgaben DM 450.000 (€ 230.081,35) eingeplant waren. Was für eine enorme Summe für die damalige Zeit. Man kann heute nur mit Hochachtung der Männer gedenken, die den Mut aufbrachten diese Aufgabe anzugehen und die Verantwortung dafür zu übernehmen. Mit Sicherheit konnten sie nicht erahnen, was heute, nach 50 Jahren, aus dem von Ihnen ins Leben gerufenen kleinen Verband geworden ist. Aber darüber später.

Mit der Entwicklung des Verbandes ging es nun in den folgenden Jahren rasch aufwärts. Zu den genannten Gründungsgemeinden kamen bis 1965 die Gemeinden Gaden, Neukirchen, Nirnharting, Oberteisendorf, Saaldorf, Surberg, Vogling und Wonneberg hinzu. Ihnen folgten später noch die Gemeinden Surheim, Ainring, Freidling, Anger, Teisendorf und Siegsdorf.

Grossansicht in neuem Fenster: Hochbehälter Surberg im SchneeDie Gemeindegebietsreform hatte auch auf den Zweckverband Auswirkungen. So gehören ihm heute nur noch die Gemeinden Anger, Ainring, Petting, Saaldorf, Siegsdorf, Surberg, Wonneberg und die Märkte Teisendorf und Waging am See an.

Mit dem Bauabschnitt 2 wurden die Gemeindegebiete Weildorf, Roßdorf, Oberteisendorf, Nirnharting, Gaden, Ringham, Petting, Wonneberg, Lauter und Surberg an die Wasserversorgung angeschlossen. 1970 hat sich der Wasserbeschaffungsverband Straß-Weng aufgelöst und seine Versorgungsaufgabe auf die Surgruppe übertragen.

Im Jahr 1971 begannen die Arbeiten für den Bauabschnitt 3, mit dem die Versorgung des Restteils der früheren Gemeinde Straß und von Teilen der Gemeinde Ainring realisiert wurde. Mit Wirkung vom 1. Januar 1972 übertrug die damalige Gemeinde Surheim dem Zweckverband die Gesamtversorgung des Gemeindegebietes, wobei bereits ein Teil zentral versorgt war. Diese Teile wurden in die technischen Anlagen des Verbandes integriert. Ein Jahr später entschloss sich der Teisendorfer Marktgemeinderat auf Grund bestehender Schwierigkeiten mit den Schutzgebieten der eigenen Quellen, die Versorgungsaufgabe für den Marktbereich dem Zweckverband Surgruppe zu übertragen.

Wiederum ein Jahr später, zum 1. Januar 1976 löste sich der Wasserbeschaffungsverband Saaldorf auf und der Zweckverband übernahm die Versorgung von Saaldorf. 1977 wurden aus der Gemeinde Saaldorf der Ort Sillersdorf, sowie Patting aus dem Markt Teisendorf, von den Stadtwerken Freilassing zur Versorgung übernommen. Zur Sicherung der Wasserbereitstellung in diesen Gebieten wurden erhebliche Investitionen getätigt.

Mit dem Bauabschnitt 4 wurden die Zuleitungen nach Saaldorf und Surheim, einschließlich der Versorgung der Außenbereiche, in Angriff genommen und die Tiefbrunnen Patting 1 und 2, Kothbrünnig 1, Haunerting 2 und Weibhausen 1, sowie Gemach 3 und 4 abgeteuft und ausgebaut.

Der größte Bauabschnitt in der Geschichte des Zweckverbandes begann mit der Übertragung der Versorgungsaufgabe durch die Gemeinde Anger im Jahre 1979. Mit einem Aufwand von ca. 9 Mio. EURO wurde eine zentrale Versorgung für das gesamte Gebiet der Gemeinde Anger und für Teile der Gemeinde Piding errichtet.

Durch zwei Tiefbrunnen und drei Drucksteigerungspumpwerke sowie mit Hilfe von fünf Hochbehältern wird dies topografisch schwierige Gebiet versorgt.

Die räumliche Ausdehnung des Versorgungsgebietes wurde immer größer und die Zahl der Abnehmer stieg rapide an. Kein Wunder, dass die Räumlichkeiten, in denen die Verwaltung und die Technik untergebracht waren, nicht mehr ausreichten. Es musste unbedingt Abhilfe geschaffen werden. Außerdem erwies sich die räumliche Trennung von Verwaltung und Technik in Teisendorf sowie in Wieshäusl als großer Nachteil.

Ausschuss und Verbandsversammlung beschlossen deshalb, einen Neubau zu errichten, der den gestiegenen Ansprüchen gerecht wird. 1980 konnte der Bau begonnen werden und im November 1981 wurde die Einweihung gefeiert.

Seit dieser Zeit beweist es sich täglich aufs Neue, wie richtig die Entscheidung war, Verwaltung und Technik zu zentralisieren und ausreichende Büro- und Lagerräume mit Garagen, Werkstatt und Labor einzurichten.

"Grossansicht in neuem Fenster: Hochbehälter StroblGemeinsamkeit macht stark" - diese Tatsache erkannten die Verantwortlichen bereits in frühen Jahren des Bestehens unseres Zweckverbandes. Eine funktionierende, leistungsstarke und allen Anforderungen gerecht werdende Versorgung übersteigt die Leistungskraft der einzelnen Gemeinden. Dieses gilt auch für den Zweckverband.

Bereits 1967 beschloss man, mit der Otting-Pallinger Gruppe die Verwaltung beider Verbände und die Wartung der Anlagen gemeinsam durchzuführen. Bis zum heutigen Tag hat sich das Miteinander bestens bewährt. Eine große Sorge war und ist für die Verbandsgremien und die Werkleitung die Sicherung des Grundwassers in den Einzugsgebieten.

Man beauftragte 1990 gemeinsam mit den Stadtwerken Freilassing den Hydrogeologen Dr. Hermann Brandecker aus Salzburg mit der Feststellung des Einzugsgebietes der Tiefbrunnen im Raume Patting, Kothbrünning und Straß.

Umfangreiche Arbeiten führten dann zu dem Ergebnis, das gemeinsame Schutzgebiet der beiden Versorgungsträger neu festzusetzen. Die Erkenntnisse aus diesen Untersuchungen führten zu weiteren Überprüfungen und Neufestsetzungen. So wurden die Schutzgebiete für die Brunnen Gemach I - IV, Haunerting I - II und Weibhausen sowie Vogling untersucht und überprüft, was zum Teil zu erheblichen Änderungen dieser Gebiete führte, sodass auch hier Neufestsetzungen unumgänglich waren.

Für das Schutzgebiet Gemach ist das Verfahren bereits abgeschlossen, für die beiden anderen läuft das amtliche Festsetzungsverfahren. Für die weiteren Brunnen des Verbandes sind die Vorarbeiten für eine Überprüfung bereits eingeleitet, in den nächsten beiden Jahren sollen diese Arbeiten ausgeführt und dann, soweit erforderlich, die Schutzgebiete neu ausgewiesen und festgesetzt werden.

Grossansicht in neuem Fenster: Hochbehälter ReitbergEin weiterer Meilenstein wurde 1984 mit dem Beschluss gesetzt, eine zentrale Fernüberwachungs- und Steueranlage zu errichten. Der Bau wurde in den Jahren 1985/86 verwirklicht.

Mit der Inbetriebnahme ist eine wesentliche Erleichterung im täglichen Betrieb des ausgedehnten Versorgungsnetzes erreicht worden. Ebenfalls 1984 wurde mit dem Bauabschnitt 7 begonnen, der die Versorgung von Teilen der früheren Gemeinde Hochberg beinhaltet. Zur weiteren Versorgungssicherheit trug der Bau der Tiefbrunnen Thumberg 1 und Vogling, sowie die Errichtung des Hochbehälters Hochberg und die Erweiterung des Behälters Surberg bei.

Nach den entsprechenden Beschlüssen der Verbandsgremien wurde zum 1. Januar 1985 die Versorgungsanlage der Gemeinde Surberg für die Ortsteile Ettendorf, Hufschlag und Thannreit übernommen und die erforderlichen Ergänzungen am Leitungsnetz ausgeführt.

Mit dem Bauabschnitt 9 sind die neuen Tiefbrunnen Thumberg und Vogling an das Netz angeschlossen worden. Die Arbeiten hierfür wurden 1987 bis 1988 ausgeführt.

Wer nun glaubte, man wäre mit den Ausbauarbeiten am Ende angelangt, musste sich schon bald einen Besseren belehren lassen. Der Wasserbeschaffungsverband Freidling, den man seit einiger Zeit über eine Notversorgungsleitung belieferte, kapitulierte vor den Schwierigkeiten, die an seiner Wassergewinnungsanlage auftraten. Er stellte Antrag auf Übernahme durch den Zweckverband und löste sich nach Zustimmung durch die Rechtsausichtsbehörde auf.

Für den Ausbau einer modernen Anlage mit entsprechendem Hochbehälter im Gebiet Freidling wurde der Bauabschnitt 10 eröffnet, der in den folgenden Jahren realisiert wurde.

Ein weiteres Problem tat sich auf. Die Stadt Laufen trat an den Zweckverband heran, um über eine Notverbindungsleitung Zusatzwasser zu bekommen. Der Zweckverband verschloss sich der Bitte nicht, die Verbindung wurde hergestellt und der Stadt das benötigte Wasser geliefert. Die Situation in Laufen aber verschärfte sich, so dass man gezwungen war, das gesamte Wasser von der Surgruppe zu beziehen. Dieser Zustand dauerte auch heute noch an, zum heutigen Tag wird noch die Hälfte des Bedarfes von der Surgruppe geliefert!

Die bereits durchgeführten Untersuchungen ergaben aber auch einen erfreulichen Nebeneffekt, so konnten zwei aussichtsreiche Standorte für zukünftige Grundwassererschließungen festgestellt und bereits die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Neben diesen Maßnahmen zur Sicherung der bereits bestehenden Erschließungen wurde seit 1995 ein Grundwassererschließungsprogramm abgewickelt, um Vorsorge für den zukünftigen Bedarf zu treffen. Hier wurden über 10 Gebiete untersucht, die zum Teil vielversprechende Ergebnisse erbrachten. Aus diesen ganzen Grundwassererkundungs- und Sicherungsmaßnahmen ergab sich auch die Notwendigkeit, durch gezielte Fördermaßnahmen im Bereich der Landwirtschaft Vorsorge zu treffen, um zum Beispiel den Nitrateintrag zu vermindern. Gemeinsam mit den Stadtwerken Freilassing und der Otting-Pallinger Gruppe wird seit dem Jahr 1999 ein landwirtschaftlicher Fachberater beschäftigt, der die Fördermaßnahmen der Versorgungsunternehmen erarbeitet, die Ausführungen überprüft und die Grundeigentümer in Fragen des Grundwasserschutzes und der fachgerechten ordnungsgemäßen Landwirtschaft in Trinkwasserschutzgebieten unterstützt und berät.

In der Nähe von Straß wurde ein Tiefbrunnen gebohrt, der Pumpversuch ergab eine Ergiebigkeit von bis zu 35 l/s, dieser Brunnen ist seit 2002 in Betrieb und deckt den Verbrauch im Versorgungsgebiet Thundorf - Straß ab, durch die ebenfalls errichtete Zuleistung ins Versorgungsgebiet Anger konnte damit eine enorme Versorgungssicherheit für diesen Raum erreicht werden. Bei einem Ausfall der dortigen Brunnen könnte der gesamte Bedarf aus dem neuen S4 gedeckt werden.

Ebenfalls zur Gewährleistung einer ausreichenden Versorgung und zur Abdeckung der Verbrauchssteigerung wurden seit 1993 die Hochbehälter Rückstetten und Surbergbichl um je eine Wasserkammer mit einem Fassungsvermögen von 600 cbm erweitert. Auf Grund der Schwierigkeiten mit der Beschichtung der Wasserkammern musste der Hochbehälter Reitberg grundlegend saniert werden. Hier beschritt man neue Wege mit der Auskleidung der Behälterwände mit Fließen. Die Erkenntnisse daraus zeigen bereits, dass dieses Verfahren für die Zukunft von erheblicher Bedeutung für den Verband ist und in bezug auf Arbeitsaufwand mit Reinigung sowie Hygiene erhebliche Vorteile bringt.

Seit Beginn des Jahres 2003 wird die Sanierung des Pumpwerkes Wieshäusl durchgeführt. Dieser Bau war der erste in der 50-jährigen Geschichte des Zweckverbandes und wird rechtzeitig zum Jubiläum in neuem Glanz, außen und innen, sowie vollkommen neuer Technik, fertig gestellt.

Grossansicht in neuem Fenster: BaustelleDas 1985 errichtete Leitsystem des Verbandes entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen, sodass seit dem Jahre 1999 mit dem Aufbau einer Fernwirk- und Überwachungsanlage mit modernster Prozessleittechnik gearbeitet wird. Die Fertigstellung erfolgt ebenfalls rechtzeitig zum Jubiläumsjahr. Mit dieser Anlage wir auch den Sicherheitsansprüchen in Bezug auf Einbrüche und Anschläge Rechnung getragen.

Erhebliche Anstrengungen brachte für den Verband und sein Personal auch die Umstellung seines Planwerkes auf ein digitales grafisches Informationssystem mit sich, müssen doch hier rd. 500 km Hauptleitungen und ca. 7.300 Grundstücksanschlüsse neu vermessen, gezeichnet und am Computer bearbeitet, gespeichert und die Pläne ausgedruckt werden. Diese Arbeit wird das damit beschäftigte Personal noch über Jahre hinaus in Anspruch nehmen.

Eine erhebliche Investitionstätigkeit ergibt sich für den Verband durch die laufende Erneuerung des Rohrnetzes und der Anlage. So werden pro Jahr durchschnittlich 8 bis 10 km des Leistungsnetzes sowie rd. 200 Grundstücksanschlüsse erneuert.

Großen Wert legt der Zweckverband auch auf die Aus- und Fortbildung seines Fachpersonals. Gestiegene Anforderungen, neue Gesetzesvorschriften und die fortschreitende Technik auf dem Gebiet der Versorgungstechnik erfordern eine laufende Fortbildung des Personals, um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden. Vom früheren "Wasserwart" einem Allround-Man hat sich das Berufsbild nun zur Fachkraft für Wasserversorgungstechnik gewandelt, einen Beruf, aus dessen Namen man bereits die Spezialisierung ersehen kann.

Um allen diesen Ansprüchen, auch in Zukunft, gerecht zu werden hat der Zweckverband in den vergangenen zehn Jahren laufend Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt.Grossansicht in neuem Fenster: Wasserversorgung

Sicher gäbe es in der Geschichte unseres Zweckverbandes noch manches Nennenswerte, es würde aber den Rahmen der Festschrift sprengen, alles aufzuführen.

Die Geschichte des Verbandes ist aber auch mit Personen verbunden, die maßgebend am Aufbau und der Entwicklung des Verbandes beteiligt waren. Es ist uns Ehre und Verpflichtung an sie zu erinnern und ihre Arbeit und Leistung zu würdigen.

Bereits am Anfang dieses Textes wurde der Gründer und 1. Verbandsvorsitzende Alois Seidl genannt. Ihn kann man getrost den Vater der Surgruppe nennen. Neben ihm stand von allem Anfang an Leonhard Zillner, Verbandsvorsitzender von 1971 bis 1996. Ohne seine Tatkraft wäre die Surgruppe nicht zu dem geworden, was sie heute darstellt.

Von 1967 bis zu seinem Tod 1970 stand Hans Hogger, 1. Bürgermeister von Holzhausen dem Verband vor. In den Jahren 1957 bis 1975 führte Hans Hopf die Geschäfte des Zweckverbandes. Er hatte maßgeblichen Anteil am Ausbau des Verbandes. 1975 übernahm dann Lorenz Reiter die Geschäftsleitung.

Zu großen Dank ist der Verband auch gegenüber Behörden und Ämtern verpflichtet. Stellvertretend genannt sei hier nur Herr Ing. Ignaz Strobel vom Bayerischen Landesamt für Wasserwirtschaft. Dieser Mann hat die Geschichte der Surgruppe von Ihren Anfängen an entscheidend mitgeprägt.

Allen, die hier nicht genannt werden können, ein herzliches "Vergelts Gott" für Ihre Mitarbeit am Aufbau unseres Unternehmens.

Grossansicht in neuem Fenster: Hochbehälter SchelmbergZum Schluss ein kurzer Ausblick in die Zukunft. Die wichtigste Arbeit wird es sein, die Güte unseres Wassers zu erhalten, Vorsorge für weitere Erschließungsmaßnahmen zu treffen und bereits veraltete Anlagenteile auf den neuesten Stand zu bringen.

Die Qualität unseres Wassers zu erhalten bedeutet aber nicht nur für uns eine vordringliche Aufgabe, sie muss auch eine Verpflichtung für die Gesellschaft sein. "Früher oder später, aber gewiss immer, wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sich selbst ist" (Pestalozzi).

Gewässerschutz ist für die nächsten Jahrzehnte die große Herausforderung. Das Wasser, aus dem der Mensch ein unersetzliches Grundnahrungsmittel, das Trinkwasser, schöpft, darf nicht verunreinigt werden! "Du magst dem anderen das Weib stehlen, das Pferd, die Ehre, aber nicht das Wasser!" - Dieser Vers aus dem Koran zeigt die Wertschätzung, die der Mensch seit jeher dem Lebenselixier Wasser entgegengebracht hat, denn Wasser ist das einzige Lebensmittel, das durch kein anderes ersetzt werden kann.

Lorenz Reiter (Autor)